Hier möchte ich die Erfahrung anhand meiner beiden Picards sowie die einiger befreundeten Picardbesitzer niederschreiben.
Meine beiden sind sehr unterschiedlich in ,Karakter und Wesen.
Shello,war im ersten Jahr sehr anstrengend,ich bin schier verzweifelt.Trotz  konzequenter Erziehung hörte er überhaupt nicht,.Wenn ihn was interessierte,konnte ich mit der Wurst vor seiner Nase wackeln,das brachte ihn nicht davon ab ,sich auf etwas anderes zu konzentrieren, in diesen Punkt ist Cheyenne gleich.
Allerdings hatte ich das Glück,dass er sich in keiner Weise für Mäuselöcher oder andere jagdlichen Aktivitäten begeisterte,das war bei  Cheyenne  anders , man musste sie ständig im Auge behalten oder an der Schleppleine führen.Cheyenne hört nun sehr gut und bleibt an meiner Seite ohne das sie ständig kontrolliert werden muss,wir sind ein sehr gutes Team geworden.
In jungen Jahren war Shello gegenüber Fremden ,Personen ,Gegenständen,sowie neuen Situationen sehr distanziert,selbst von den Personen meiner Gassigehtruppe(besonders vor Männern)ging er gerne auf Distanz,das hat sich aber komblett geändert und er ist sehr aufdringlich geworden.Cheyenne ist da ähnlich,aber fremde Gegenstände werden schnell untersucht und mit der Gassigehtruppe hat sie keine Probleme,wenn Sie Zeit hat die Leute kennezulernen,sitz sie dann fast auf den Schoss . Ich habe Shello und  Cheyenne schon als Welpen an alle Situationen gewöhnt,Stadt,Aufzüge ,Welpentraining,Jogger,Radfahrer ,ectr.das ist für die Entwicklung des Picards sehr wichtig.
Bei Shello habe ich den Fehler gemacht ihm zuviel Distanz zu geben,was ganz schlecht war und das Problem noch verstärkt hat,aber man lernt dazu.Gerade am Anfang kann gut dosierter Stress  positiv sein,jeder Hund kommt mal in die Situation wo er mit Stress klar kommen muss.
Oft kamen Kinder von hinten angerannt (er ist ja blond)und umarmten ihn,was ihm zu meiner Überraschung nichts ausmachte,da er keine Kinder gewohnt war.Er ist Menschen gegenüber nie agressiv,wenn es ihm zuviel wird,geht er einfach weg.Inzwischen ist er eine Schmusebacke und lässt sich auch von Fremden ausgiebigst beschmusen.
Cheyenne ist nun 2 Jahre und inzwischen sehr angenehm und ausgeglichen. Sobald es aber was zu tun gibt,ist sie bereit und mit Begeisterung bei der Sache.
Im Haus ist Shello ein angenehmer ruhiger Hausgenosse.
Shello habe ich ohne Hundeschule ganz gut hinbekommen,er kann sehr viel,führt vieles in Zeitlupe aus,wenn etwas zu seinen Nutzen ist- kann er auch 
schneller.Er läuft perfekt an der Leine ohne zu ziehen,das habe ich bei Cheyenne nun auch gut hinbekommen.
Cheyenne ist sehr neugierig,agil,und beim Ausführen von Übungen schneller als Shello,(sie ist halt weiblich)aber auch nur wenn es ihr in den Kram passt.Für Leute mit dem Ergeiz auf grosse sportliche Erfolgen sind sie nicht gerade geeignet,es soll aber irgendwo Ausnahmen geben!!!
Meine Picards  neigen zur Eifersucht,sie meinen immer sie wären der Mittelpunkt der Welt,.Mit Rüden die Shello von klein an kennt hat er keine Probleme,kann aber sehr schnell auf 180 kommen(sofern man ihn lässt,ausserdem wurde er durch das Decken in den Adelsstand erhoben,meint er) sollte einer versuchen sich seinen Mädels zu nähern.
Sie brauchen von Anfang eine gute Welpenschule,sowie weiterführende Hundekontakte.Die Belastung von Bändern und Gelenken sollte auch in kleinen Schritten erfolgen,in jungen Jahren  ist er sowie kaum zu bremsen.
Ein Hundeplatz mit guten Ausbildern, nicht  0815,mit viel Phantasie,noch besser mit Franzosenerfahrung  (man ist nicht immer  dauerfrustriert)
ist optimal,da der Picard sehr schnell die Lust an langweiligen Übungen verliert.
Mein bisheriges Fazit für mich:
Um eine optmale Bindung dieser sehr eigenständigen Rasse aufzubauen,empfiehlt es sich den Picard von Anfang an sehr eng an seinen Besitzer zu binden,um die doch sehr schnell einsetzende Selbständigkeit (die für einen arbeitenten Hund normal wäre,z.B beim Schäfer )zu unterbinden.
Der Picard ist kein einfacher Hund , mit Humor.eigener Lernbereitschaft und Ausdauer ,sowie guter Vorinformation über diese Rasse (diverser Erfahrungsaustausch mit Picardbesitzern)kann man das hinbekommen.Man sollte ihn keineswegs nur wegen seines Aussehens oder weil es sich um eine seltene Rasse handelt zulegen.
Er braucht sehr viel geistige Beschäftigung,Zeit,Geduld,Liebe,Platz,Auslauf,und Aufgaben welche in zufrieden stellen,ausserdem will er immer und überall dabei sein.Sein genetisches Erbe ist trotz enger Zuchtlinien immer noch vorhanden,er ist ein eigenständiger intelligenter
Hütehund,(nicht mit einen Bordercollie zu vergleichen).
Wenn man das alles berücksichtigt und erfüllen kann ,hat man einen tollen Hund,welcher seine Familie über alles liebt.
Bis dahin ist es allerdings ein nicht einfacher Weg,nur wer bereit sich auf diese rassetypischen Eigenschaften einzulassen ,will niemehr ohne einen Picard leben.
Das Zusammenleben ist für uns noch intensiver als mit unseren vorherigen anderen Hunden,sie waren aber auch nicht so anspruchsvoll.


Aktualliesiert am12.10.2009
Welpen erwartet ca.3.Februar 2010

Zwingername:
Les Joies de mon Coeur

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